Die nicht medikamentöse Therapie ist eine unverzichtbare Säule bei Patient:innen mit Myasthenia gravis, um die funktionellen Fähigkeiten wiederherzustellen oder zu verbessern.ref_Wiendl_2023 Eine patientendividuelle Bewegungstherapie ist ein wichtiger Baustein innerhalb dieser nicht medikamentösen Therapie.ref_Wiendl_2023ref_Gilhus_2021
Das Leitsymptom der Myasthenia gravis (MG) ist eine belastungsabhängige Muskelschwäche aufgrund neuromuskulärer Übertragungsstörungen. Im Krankheitsverlauf generalisiert die Erkrankung bei ca. 70-80 % der Patient:innen. Das bedeutet: Bei der generalisierten Form können potenziell alle quergestreiften Skelettmuskeln erfasst werden, auch die Muskeln der Extremitäten. Zusätzlich zur Muskelschwäche leiden ca. 80 % der Patient:innen unter einem ausgeprägten Fatigue-Syndrom. Aufgrund dieser Herausforderungen stellt sich die Frage: Haben körperliche Aktivität und Bewegungstraining einen positiven Einfluss auf diese myastheniespezifischen Symptome? Die Antwort lautet: ja!ref_Wiendl_2023ref_Gilhus_2021ref_Anderson_2021